lesachtalbrot_hohenwarter1200

Impressionen vom Erstellen einer fachspezifischen Arbeit
von Manuela Hohenwarter

Zu meinem Forschungsthema

Brot gehört weltweit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Jede Region und jedes Bundesland hat seine eigenen Brotspezialitäten. Die Herstellung dieser Spezialbrote ist mit einer langen Tradition verbunden.

Für die Generation meiner Großeltern war das Brotbacken noch eine Selbstverständlichkeit. Grundsätzlich ist das Brotbacken Frauensache, nur beim Kneten des Teiges wurden die Männer ab und zu zur Hilfe aufgefordert. Auf großen Bauernhöfen wurde in Abständen von zwei Wochen Brot gebacken. Der Teig reichte für zehn bis zwölf Laibe und musste in großen Trögen gründlich verarbeitet werden. Im letzten Jahrzehnt ist es wieder modern geworden, Brot selbst herzustellen.

Nicht nur der Trend zu einer gesünderen Ernährung ist ausschlaggebend, sondern man kennt auch die Inhaltsstoffe des selbst hergestellten Brotes genau. Außerdem kann man das Brot nach seinen eigenen Vorlieben und Geschmacksrichtungen herstellen. Brotbacken ist gar nicht so aufwändig und schwierig, wie viele es vermuten. Man muss sich nur an ein paar Grundregeln halten und los gehts!

Darum geht`s

Die Themenbereiche meiner Facharbeit „Brot- Geschmack erleben –Tradition bewahren“ sind sehr vielfältig:

Anfangen habe ich mit der Geschichte des Brotes. Wie lange gibt es schon Brot? Dann widmete ich mich den verschiedenen Getreidearten wie Weizen, Roggen und Gerste. Wo wurde das Getreide angebaut und welche Urformen des Getreides gibt es? Das Mehl und die zahlreichen Brotsorten sind weitere Gebiete meiner Arbeit. Wie wird das Getreide zum Mehl und das Mehl zum Brot? Wie viele Brotsorten gibt es? Weitere interessante Themen sind die Lagerung und die Krankheiten des Brotes. Wie und wo lagert man Brot? Welche Brotkrankheiten gibt es eigentlich? Auch die Zubereitung von Brot wird eine bedeutende Rolle spielen. Wie lauten die Grundregeln des Brotbackens und welche Brotfehler können auftreten? Außerdem wird man Brotrezepte und Informationen über das Brotfest in Liesing vorfinden.

Die wichtigsten Bereiche im Theorieteil meiner Fachbereichsarbeit waren auch  die Inhaltsstoffe und der gesundheitliche Wert des Brotes, die volkswirtschaftliche Bedeutung und die praktischen Erfahrungen sein.

Nun bin ich am Ende meiner Fachbereichsarbeit „Geschmack erleben- Tradition bewahren“ angelangt und stelle fest, dass ich sehr viele interessante Erfahrungen mit dieser Arbeit gemacht habe.

Durch die Teilnahme am Sparkling Science Projekt „BrotZeit“ der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt in Zusammenarbeit mit meiner Schule , der HLW Hermagor sowie der NMS Lesachtal  hatte ich die Chance mit Schulkindern zusammen zu  arbeiten. Ich finde, durch das Projekt wird Bewusstsein geschaffen für die Erhaltung der Traditionen und es wird dadurch auch mehr Wert gelegt auf die Qualität der Lebensmittel.

Beim Erstellen und Auswerten von Fragebögen für die jüngeren Schüler zu meinem Thema  habe ich festgestellt, dass die Kinder der 1. Klasse NMS Lesachtal als Brotdetektive bereits sehr viel Wissen zum Thema Getreide besitzen. Bewundernswert ist auch, dass sie mit sehr großer Begeisterung Brot gebacken haben.

Bei der Beantwortung meiner Forschungsfrage konnte ich zwar  kein eindeutiges Ergebnis erzielen, aber meiner Meinung nach hat selbstgebackenes Brot mit qualitativ und hochwertigen Lebensmitteln einen höheren gesundheitlichen Wert als industriell Hergestelltes. Je mehr Vollkornmehl verwendet wird, desto gesünder ist das Brot. Im Vollkornmehl sind mehr wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, als im Auszugsmehl.

Jeder, der selbst Brot herstellt, weiß welche Bestandteile enthalten sind und man genießt es mit jedem Bissen. Einfach gesagt, Qualität hat seinen Preis. Auch in meiner Familie wurde die Tradition des Brotbackens weitergegeben, worüber wir sehr stolz sind und aus diesem Grund möchte ich unser Wissen weitertragen. Schließlich sind die Kinder die Konsumenten von morgen!

Abschließend möchte ich erwähnen, dass diese Arbeit sehr aufwändig und mit viel Zeit verbunden war. Schließlich hat es sich aber sehr ausgezahlt und ich habe dabei viel gelernt.

Zum Arbeitsablauf

Bereits in der vierten Klasse habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welches Thema ich für meine Facharbeit auswählen werde. Meine Lehrerin Frau Morgenfurt hat mich bei der Themenfindung unterstützt. Meine Facharbeit „BROT. Geschmack erleben – Tradition bewahren“ ist ein Beitrag  zum  Sparkling Science Projekt „BrotZeit“ unter der Projektleitung von Frau Dipl. Ing. Andrea Sieber MA MA und Prof. Dr. Gerhard Strohmeier. Das Projekt „Brotzeit“ widmet sich der kulturellen Nachhaltigkeit von lokalem Wissen und handwerklichen Fähigkeiten zum „Lesachtaler Brot“ mit dem Ziel einer reflektierten Inwertsetzung. Anhand des „Lesachtaler Brotes“ wird der Zusammenhang zwischen der intergenerationellen Weitergabe von Erfahrungswissen und regionaler Identität untersucht. Den Projektverlauf kann man während der Projektlaufzeit 2015 -2017 im Blog der SchülerInnen miterleben.

Mein Forschungszugang
Da es in meiner Familie Tradition ist, selbst Brot zu backen, wollte ich – im Projekt und in der Facharbeit – die Erfahrungen und das Wissen meiner Mutter dokumentieren und weitergeben. Ich wollte herausfinden, ob es Unterschiede zwischen selbstgebackenen und industriell gefertigten Brot in der Nähr- und Wirkstoffverteilung gibt.

Frau Sieber unterstützt mich tatkräftig bei der Erstellung des Fragebogens und des Brottagebuchs für die Schüler der ersten Klasse der neuen Mittelschule Lesachtal. Mit dem Fragebogen wollte ich die Konsum- und Essgewohnheiten des Brotes von zehnjährigen Kindern und ihren Familien erfahren.

Vor dem Beginn der schriftlichen Arbeit stellte ich mir die Frage, was ich mit meiner Fachbereichsarbeit eigentlich herausfinden möchte.

Meine Forschungsfrage

Ist selbstgebackenes Brot gesünder als industriell hergestelltes Brot?
Ja, wenn das ganze Korn verarbeitet wird.

Im März 2015 gestaltete ich einen Vormittag in der NMS Lesachtal mit verschiedenen Stationen und einem Quiz. Der Höhepunkt dieses Tages war das Brotbacken mit den Schülern.

Nun möchte ich mich bei Frau Sieber recht herzlich bedanken, da sie mich immer unterstützt, wenn ich Hilfe benötige. Dieser Dank gilt auch Frau Morgenfurt. Weiters bedanke ich mich bei der NMS-Lesachtal, besonders bei der Klassenlehrerin Frau Pargger, die mir ermöglicht haben, dass ich diesen BrotZeit-Projekttag mit der ersten Klasse gestalten und verbringen durfte.

Viel Freude beim Lesen meines Theorieteiles der fachspezifischen Arbeit im Rahmen der Matura,

Manuela Hohenwarter

:: Theorieteil [ PDF 1,4 MB]

Advertisements